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Kardinalbarsche und Spatenfische gehören zu den beliebtesten Meerwasserfischen in der Riffaquaristik. Sie faszinieren durch ihre besondere Körperform sowie ihr ausgeprägtes Gruppenverhalten.
In der Natur leben sie in tropischen und subtropischen Korallenriffen, hauptsächlich im Pazifik und im Indischen Ozean. Dort bewegen sie sich meist in Gruppen oder Schwärmen, um sich besser vor Fressfeinden zu schützen.
Im Aquarium lassen sich ihr Sozialverhalten, ihre Fütterung sowie die Betreuung von Eiern und Jungfischen besonders interessant beobachten.
Sphaeramia nematoptera
Pterapogon kauderni
Vorsicht: Paarbildungen oder Gruppenhaltung nicht möglich
VerfügbarPterapogon kauderni
Vorsicht: Paarbildungen oder Gruppenhaltung nicht möglich
Momentan nicht verfügbarSphaeramia nematoptera
Ostorhinchus angustatus
Apogon coccineus
Ostorhinchus margaritophorus
Platax orbicularis
Platax pinnatus
Platax pinnatus
Ostorhinchus parvulus
Platax batavianus
Fowleria flammea
Kardinalbarsche zeichnen sich durch ihre eher kleine Größe und ihren schlanken Körper aus, der häufig mit kontrastreichen Streifen oder Punkten versehen ist. Je nach Art erreichen sie eine Größe von etwa 3 bis 10 cm.
Diese Art besitzt schwarze Streifen auf silbernem Grund.
Ausgewachsene Tiere zeigen ein territoriales Verhalten, weshalb pro Aquarium nur ein Paar gehalten werden sollte.
Besonders geschätzt werden Diademseeigel, zwischen deren langen Stacheln sich die Tiere bei Stress gerne verstecken.
Empfohlenes Mindestvolumen: 200 Liter.
Der Pyjama-Kardinalbarsch besitzt einen gelblich-grünen Kopf, ein breites schwarzes Band sowie einen weißlichen hinteren Körperbereich mit rot-orangenen Punkten.
Das Männchen betreibt Maulbrutpflege und die Art kann in kleinen Gruppen gehalten werden.
Empfohlenes Mindestvolumen: 200 Liter.
Arten der Gattung Ostorhinchus besitzen einen silberfarbenen bis leicht gefärbten Körper mit artspezifischen Linien oder Punkten.
Sie gelten als friedlich und bevorzugen ein Aquarium mit vielen Verstecken und Rückzugsmöglichkeiten.
Für Aquarianer, die eine aktive Gruppe von Kardinalbarschen beobachten möchten, sind sie besonders interessant.
Empfohlenes Mindestvolumen: 200 Liter.
Fowleria flammea besitzt einen leuchtend orangefarbenen Körper mit dunklen Flecken.
Die Art gilt als friedlich und eher zurückhaltend. Auch hier übernimmt das Männchen die Maulbrutpflege.
Sie sollte bevorzugt als Paar oder einzeln in einem Aquarium mit vielen Verstecken gehalten werden.
Empfohlenes Mindestvolumen: 200 Liter.
Spatenfische der Gattung Platax besitzen einen seitlich stark abgeflachten Körper sowie lange, abgerundete Rücken- und Afterflossen.
Junge Spatenfische unterscheiden sich optisch stark von ausgewachsenen Tieren.
Sie besitzen verlängerte Flossen und eine Tarnfärbung, meist in Braun- oder Dunkeltönen mit besonderen Mustern.
Ausgewachsene Tiere entwickeln einen deutlich massiveren Körperbau und zeigen – je nach Art – meist silber-graue oder dunkle Farbtöne.
Sie erreichen eine Größe von etwa 40 bis 60 cm und benötigen ein Aquarium mit mindestens 800 bis 1000 Litern sowie einer Wasserhöhe von etwa 70 bis 80 cm.
Der Platax pinnatus gilt als besonders empfindliche Art und wird ausschließlich erfahrenen Aquarianern empfohlen.
Während der Jugendphase zeigt Platax pinnatus spektakuläre Farben und Muster. Mit zunehmendem Alter verliert die Art jedoch diese auffällige Zeichnung und entwickelt eine deutlich neutralere Färbung, ähnlich anderer Spatenfische.
Kardinalbarsche akzeptieren problemlos Frostfutter wie Mysis, Artemia oder Krill.
Spatenfische sind omnivor, benötigen jedoch überwiegend proteinreiche Nahrung wie Garnelen, Muscheln oder Fischfleisch, ergänzt durch kleinere Mengen Algen wie Nori.
Eine abwechslungsreiche Ernährung ist entscheidend für Wachstum, Vitalität und die natürliche Farbintensität.
Zur Nachbildung ihres natürlichen Lebensraums sollte die Wassertemperatur zwischen 24 und 28 °C liegen. Die Strömung sollte schwach bis moderat sein.
Das Aquarium sollte mit Lebendgestein, Höhlen und schattigen Bereichen ausgestattet sein, um ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.
Ausgewachsene Spatenfische benötigen besonders große Aquarien mit ausreichender Wasserhöhe, damit sie sich frei bewegen können.
Das Weibchen legt die Eier direkt in das Maul des Männchens, das anschließend die Inkubation übernimmt. Die Jungfische schlüpfen etwa 12 Tage später.
Während der gesamten Brutpflege frisst das Männchen nicht.
Eine Paarhaltung wird empfohlen.
Auch hier übernimmt das Männchen die Maulbrutpflege.
Die Art kann in kleinen Gruppen gehalten werden.
Das Männchen übernimmt ebenfalls die Maulbrutpflege.
Die Haltung als Paar oder Einzeltier wird bevorzugt.
Spatenfische geben ihre Eier frei ins Wasser ab („Freilaicher“).
Eine erfolgreiche Fortpflanzung im Aquarium setzt sehr große Becken voraus.
Kardinalbarsche wie Sphaeramia, Ostorhinchus oder Fowleria gelten als friedlich und können in kleinen Gruppen in einem Aquarium ab 200 Litern mit ruhigen Mitbewohnern gehalten werden.
Wichtig sind zahlreiche Verstecke und Rückzugsorte.
Pterapogon kauderni wird im Erwachsenenalter deutlich territorialer. Daher sollte nur ein Paar pro Aquarium gehalten werden. Rückzugsorte und schattige Bereiche helfen, Stress und Konflikte zu reduzieren.
Ausgewachsene Spatenfische benötigen Aquarien von 800 bis 1000 Litern und sollten mit robusten, ruhigen Arten vergesellschaftet werden.
Jungtiere bewegen sich oft im Schwarm, während adulte Tiere deutlich kräftiger werden und stärker um Nahrung konkurrieren. Deshalb wird meist nur ein einzelnes Tier gehalten – außer in sehr großen Aquarien.
Der empfindliche Platax pinnatus bleibt erfahrenen Aquarianern vorbehalten.
Ein großzügig aufgebautes und gut strukturiertes Aquarium ermöglicht es, natürliche Verhaltensweisen zu beobachten, Stress zu reduzieren und optimale Bedingungen für das Wohlbefinden der Tiere zu schaffen.